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Kein
Rasseklub kann eigenhändig eine unabhängige
genetische Forschungsstudie finanzieren, da alleine
die Materialkosten einer solchen Studie enorm sind
(1Chip pro DNA = min. 100 Chips. 1 Chip kostet 300
Euro). Da jede „Unterstudie“ des Gesamtprojektes
die humane Forschung unterstützt, welche von
versch. Institutionen finanziell gefördert wird,
reduzieren sich die Kosten gewaltig.
Die
Studie zur idiopathischen Epilepsie beim Whippet ist
sowohl für die Rasse als auch für den Menschen
bedeutend. Durch das Einsenden von Blutproben, Fragebögen
und Ahnentafeln tragen Sie nicht nur zur Gesundheit
des Whippets bei – Sie helfen damit auch allen
an Epilepsie erkrankten Menschen, die ihre Hoffnung
an die Forschung hängen, um irgendwann vielleicht
wieder ein „normales“ Leben führen
zu können. Es ist wichtig sich diese Tragweite
bewußt zu machen. Überwinden Sie evtl.
vorhandene Bedenken – niemand außer dem
Forschungsteam von Prof. Dr. Lohi wird Ihre Angaben
zu Gesicht bekommen. Es wird aus Finnland keine „Rückmeldung“
zu dieser Arbeitsgemeinschaft oder sonstigen Personen
außerhalb des Forschungsprojektes geben. Machen
Sie mit!
Ablauf der
Studie
Die Verwandtschaft
erkrankter Hunde, die Anzahl der erkrankten Hunde
innerhalb eines Wurfes, sowie die Verwandtschaft ihrer
entfernten Vorfahren helfen Dr. Lohi, die Art und
Weise des Erbganges besser abschätzen zu können.
Er kann
so eine Idee bekommen, um wie viele Gene es sich handelt,
wie sie weitergereicht werden und wie er seine Untersuchungen
durchführen muß. Deshalb werden Ahnentafeln
von jeder eingesendeten Blutprobe benötigt.
Die
Gen-Lokalisierung wird mit der Technologie der neuen
Hunde DNA SNPchip arrays durchgeführt. Es müssen
mindestens 50 DNA Proben von gesunden und 50 DNA Proben
von erkrankten Hunden untersucht und verglichen werden.
Als "gesund" definiert Hannes Lohi dabei
Hunde, die mindestens 7 Jahre alt sind (je älter
desto besser) und keinen epileptischen Anfall hatten.
Ist das
Gen einmal entdeckt, so wird Dr. Lohi anhand der Ahnentafeln
potentielle Träger testen. Somit ist das Ahnentafelnetzwerk
ein unerläßliches Werkzeug zur Entwicklung
eines Gentestes. Jeder Besitzer eines an Epilepsie
erkrankten Hundes wird gebeten einen Fragebogen auszufüllen,
welcher folgende Themen beinhaltet:
Allgemeine
Informationen zum Hund (Alter, Geschlecht, Verwandte
mit diagnostizierter Epilepsie etc.), allgemeine Fragen
zur Epilepsie (Zeitpunkt der Erkrankung, erkrankte
Verwandte etc.), Fragen zu den Anfällen an sich
(Phasen vor, während und nach den Anfällen),
Fragen zu durchgeführten klinischen Untersuchungen
und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes
sowie Fragen zur medikamentösen Behandlung und
den Lebensumständen.
Die Krankheitsbilder
der einzelnen Hunde werden in Bezug gesetzt zum genetischen
Hintergrund. So kann die Therapie optimiert werden.
Außerdem werden die Epilepsie-Gene der einzelnen
Hunderassen miteinander verglichen - einige Krankheits-Gene
sind rasseübergreifend, andere rassespezifisch.
Letztendlich werden dann alle entschlüsselten
Epilepsie-Gene sämtlicher Hunderassen mit dem
Erbgut des Menschen verglichen.

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